Thailand: Mit dem Rucksack durchs Paradies

Südost-Asien zieht mich immer wieder magisch an (hier geht’s zum Bali Reisebericht). Ganz besonders hat es mir das Land des Lächelns, das wundervolle Thailand, angetan. Nachdem ich es 2010 auf eigene Faust bereist hatte, beschloss ich, Thailand dieses Mal mit Freunden zu besuchen. 

Traditionelle Longtail-Boote in Bangkok

Tuk Tuk, thailändisches Rikscha Auto

Ankunft in Bangkok: Thailands Schmuckstück

Wie fast alle Thailand-Reisenden starteten wir unsere Reise von Bangkok aus. Gleich nach dem Flugzeugausstieg schlug uns die dicke, feuchte, unglaublich heiße Luft der Millionenmetropole entgegen. Da der April in Thailand der heißeste Monat ist, war jeder Schritt den wir machten eine kleine Anstrengung, das Thermometer kletterte im Norden des Landes auf bis zu 40 Grad Celsius.

Blick auf die Straßen von Bangkok

Unsere ersten Tage verbrachten wir mit der Akklimatisierung und einigen tollen Sightseeing-Aktivitäten in Bangkok. Da es auch „Das Venedig des Ostens“ genannt wird, bot sich eine Bootstour auf den „Klongs“ – den vielen Kanälen, die Teile Bangkoks wie ein Netz durchziehen – perfekt an. Hier bekommt man einen guten Einblick, wie die Menschen in Bangkok leben.

Schwimmender Markt in Thailand

Schwimmendes Restaurant in Bangkok

Die typischen Touristen-Attraktionen Bangkoks ließen wir aus, wir begnügten uns damit, die buddhistischen Tempel von außen zu betrachten. Nachdem wir genug von Bangkok hatten, führte uns die Reise weiter nordwärts.

Buddhistische Sehenswürdigkeiten in Sukhothai

Historical Park in Sukkothai, Thailand

Alter Tempel in Sukkothai, Thailand

Sukhothai ist eine recht staubige, laute Stadt, die wenig Interessantes zu bieten hat. Berühmt ist das alte Königreich für seine riesige alte Tempelanlage etwas außerhalb der Stadt, in der man meterhohe Buddhastatuen, heilige Schreine und für den Buddhismus typische Pagoden bewundern kann. Am besten lässt sich der „Sukhothai Historical Park“ mit dem Moped erkunden, da er sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt.

Im Zentrum von Chiang Mai

Von Sukhothai aus ging die Reise weiter nach Chiang Mai, die zweitgrößte Stadt Thailands und das moderne Zentrum des Nordens. Es war kein Problem, den Norden des Landes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen, da alles erstaunlich gut organisiert ist und man sich (fast) immer auf Pünktlichkeit verlassen kann. Jedoch ist das keine Garantie dafür, dass an jedem Busbahnhof Englisch gesprochen wird. Das kann zu einer großen Herausforderung werden, wenn man diese Hürde aber geschafft hat kann man sich der wunderschönen Landschaft ganz hingeben und die sehr günstigen Busfahrten mit vielen Einheimischen werden zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Chiang Mai ist eine Universitätsstadt und dementsprechend viele junge Leute prägen das Stadtbild, genauso wie internationale Restaurants, viele Hotels und natürlich Touristen.

Schlemmen am Chiang Mai Sunday Night Market

Der Nightmarket in Chiang Mai findet jeden Sonntag statt und hat alles Mögliche zu bieten. Von Kleidung über Souvenirs bis hin zu dem besten Essen, das ich jemals probieren durfte. Es ist ein exotisches Erlebnis durch den Markt zu flanieren, man sollte sich auf jeden Fall mehrere Stunden Zeit nehmen.

Chiang Mai Sunday Night Market

Gebratene Insekten am Night Market Chiang Mai

Wer nicht so auf frittierte Insekten und Würmer am Spieß steht, findet noch gefühlte andere 1.000 Häppchen von Sushi über Pad Thai bis hin zu undefinierbaren aber superleckeren Sachen!

Tipp: Unbedingt im Hof des Tempels  Mango Sticky Rice essen und sich durch alle möglichen bekannten sowie unbekannten Speisen kosten. Es lohnt sich, versprochen!
Zum Schluss gönnt man sich noch eine Fußreflexzonenmassage, die einen auf Wolken schweben lässt (30 Minuten für nur 3 Euro).

Abenteuer Chiang Dao: Berge, Höhlen und Tempel

Pflanzenpracht auf Thailand

Berge in Chiang Dao, Nordthailand

Als nächstes stand Chiang Dao am Programm, ein verschlafenes Dorf im nördlichen Teil der Provinz Chiang Mai am Fuße des dritthöchsten Kalksteinberges Thailands. Der „Doi Chiang Dao“ bietet einige Wanderrouten und wird von Angehörigen der Bergvölker bewohnt. Er zählt zu den südlichsten Ausläufen des Himalaya-Gebirges. Am Fuße des Berges befinden sich außerdem die bekannten „Chiang Dao Caves“, ein kilometerlanges Höhlensystem im Inneren des Berges, das sogar einen buddhistischen Schrein beinhaltet.

Außerdem besuchten wir den Tempel „Wat Tham Pha Plong“, den man über 2.000 Stufen erreicht. Es lohnt sich wirklich, denn die Aussicht vom Tempel aus ist einfach atemberaubend.

Tempel im bergigen Norden ThailandsTipp: Unbedingt in einer Unterkunft von Malee´s Nature Lovers Bungalows übernachten! Die herzlichen Besitzer (eine Thailänderin und ihr Schweizer Ehemann) helfen einem bei allem und sind sehr nett.
Außerdem gibt es dort einen Orchideengarten und einen Pool für die heißen Tage.
Doch Achtung, hier können in der kalten Jahreszeit die Temperaturen nachts auf bis zu knapp über dem Gefrierpunkt sinken!

 

Thailands Inseln: Entspannung im Süden

Nach den beeindruckenden Erlebnissen im Norden des Landes flogen wir mit Air Asia Richtung Süden. Unser erster Stop war die Insel Koh Lanta, wo wir ein paar faule Strandtage einlegten und einen Bungalow direkt am Strand bewohnten.

Fahrt mit Longtail Boot in Thailand

Strand auf Koh Lanta

TIPP: Bee Bees Bungalows“ am Klong Khong Beach im Westen der Insel.

Das freundliche Personal kümmert sich rührend um einen und hilft einem bei wirklich allem.
Die Bungalows aus Bambus bieten ein echtes Inselerlebnis, da die meisten von ihnen sogar ein Badezimmer unter freiem Himmel besitzen (ab 10 Euro pro Bungalow).

Inselparadies Thailand

Stacheliger Fund beim Schnorcheln in Thailand

Bee Bee Bungalows auf Koh Lanta

Das wahre Paradies: Thailands Süden abseits der Touristenpfade

Solche Sonnenuntergänge gibt es nur in Thailand

Wilde Natur auf Koh Phayam

Als letzte Station unserer 3-wöchigen Thailand Reise führte uns der Weg nach Koh Phayam, eine Insel an der Westküste nahe der Grenze zu Myanmar. Es wird auch „Koh Samui der 80er Jahre“ genannt, da sich als einzige Verkehrswege etwa 2 Meter breite betonierte Wege über die Insel schlängeln, sowie zahlreiche Erdpfade und Sandpfade. Wenn man ein Moped ausleiht, kann man überall ziemlich problemlos hinfahren. Jedoch sollte man schon Fahrpraxis haben, da die Wege sehr unberechenbar sind! Doch Vorsicht, hier schlängeln sich nicht nur die Wege über die Insel, sondern auch viele giftige Kobras …

Traumstrand auf einer kleinen Insel in Thailand

In den wilderen Regionen Thailands begegnet man auch einmal Baumschlangen

Die Insel bietet den schönsten Sandstrand Thailands (unsere private Beurteilung), den wir ganz für uns alleine hatten. Da Koh Phayam in der Nebensaison sehr kompliziert zu erreichen ist, nimmt kaum jemand den Weg auf sich. Den Touristen, die eine Nacht in der nach Fischfabrik stinkenden Hafenstadt Ranong auf sich nehmen um am nächsten Morgen mit dem Boot überzusetzen, eröffnet sich dann die wundervolle Natur der kleinen Insel in all ihren Facetten.

Wir sahen so viele Tiere wie sonst nirgends: Schlangen die von Bäumen fallen, Kobras, große Spinnen, Sandfrösche, unzählige Krabben, Kakerlaken, … vom Unterwasserleben ganz zu schweigen.

One Night in Bangkok – Chatuchak Weekend Market

Nach der totalen Entspannung auf wundervollen Stränden ging es wieder zurück nach Bangkok, wo wir noch unser letztes Geld am berühmten Chatuchak Weekend Market, dem größten Markt Thailands, ausgeben konnten. Heimgekommen sind wir mit vielen beeindruckenden Erlebnissen und  bunten Sachen im Rucksack.

Buntes Chaos auf den Straßen von Bangkok

Chatuchak Markt in Bangkok

Ich bin gespannt, wohin mich das Fernweh als nächstes führt. Aber ganz sicher heißt es: Bis bald, mein heiß geliebtes Thailand!

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