Isa in Mittelamerika: Teil 2 – Costa Rica & Panama

Surfer am Strand von Costa Rica

Nach meiner ersten Reisestation in Nicaragua gehen die mittelamerikanischen Abenteuer zwischen dichtem Dschungel, paradiesischen Stränden und Bananenplantagen weiter. Irgendwo auf der Strecke zwischen Nicaragua und Panama habe ich gefunden, wonach ich auf meiner Reise gesucht habe: „Pura Vida“ (= „Einfach Leben!“). In diesem Beitrag werde ich euch paradiesische Strände in Costa Rica und die karibische Insel Bastimentos im Norden Panamas vorstellen.

Grenzüberquerung mal anders: Per Boot nach Costa Rica

Mit dem Boot unterwegs in Mittelamerika - Nicaragua & Costa Rica

Die Grenze zu Costa Rica habe ich auf einem Fluss überquert, inmitten des Naturschutzgebietes Rio San Juan in Nicaragua. Eine sehr ungewöhnliche und aufregende Erfahrung, in einem kleinen Boot mit vielleicht 20 anderen Menschen die Grenze zweier Länder zu überqueren. Da nirgends etwas angeschrieben ist und niemand Englisch spricht, war die Überfahrt ein echtes Abenteuer. Außerdem dauert in diesen Ländern meistens alles länger, als man es vorher als EuropäerIn erwartet. Für ungeduldige Menschen mit schwacher Blase ist diese Art der Grenzüberquerung also wohl eher nichts.

Bienvenidos á Costa Rica!

Wilde Küsten, wohin das Auge blickt auf Costa Rica

Costa Rica begrüßt mich mit westlichem Luxus in Form von gepolsterten Bussitzen und frisch gebrühtem, leckerem Kaffee. Außerdem fahren die Busse pünktlich und bringen einen auch sicher in der vorgesehenen Zeit ans Reiseziel. Wer also seine Reise durchplanen möchte, ist hier auf jeden Fall im richtigen Land. Der Hauptausgangspunkt der meisten Busse ist die Hauptstadt San José, hier wird man also öfter vorbeikommen.

Noch einfacher kommt man mit dem eigenen Mietauto voran, da manche entlegenen Ziele nur sehr schwer öffentlich zu erreichen sind. Wenn man das Auto bei der Ankunft in San José direkt am Flughafen mietet, sollte man es innerhalb von 3 Wochen gut schaffen, sich die Highlights des Landes anzusehen.

Tipp: Unbedingt einen Geländewagen mit 4-Rad-Antrieb mieten, da man sonst manche Straßen nicht befahren kann!

Pura Vida auf paradiesischen Stränden

Sonnenuntergang in Samara

Hängematte mit Blick aufs Paradies, Costa Rica

Dem kleinen Ort Sámara an der Pazifikküste wird nachgesagt, an einem der schönsten Strände Lateinamerikas zu liegen. Liegt auf der Hand, dass ich mir das nicht entgehen lasse! In Sámara gibt es für jedes Budget geeignete Unterkünfte, jedoch bleiben hier die Hotelkomplexe aus und es gibt nur ein paar Restaurants und Surfbrettvermietungen am Strand. Die Entspannung kommt also nicht zu kurz und wer nicht auf gut gekochtes westliches Essen verzichten möchte, ist hier richtig.

Die traumhafte Playa Carillo auf Costa Rica

Mein Tipp für Sámara: Unbedingt einen Tagesausflug zum Playa Carillo machen, dort bieten Palmen am Rand genügend Schatten und man kann frische, gekühlte Kokosnüsse kaufen. Etwas Proviant und eventuell eine Hängematte sollte man mitnehmen, da es dort keine Restaurants gibt. Mit dem öffentlichen Bus von Sámara ist man in 10 Minuten dort.

hibiskus

Wasserfall in Montezuma, Costa RicaIm winzigen Dorf Montezuma im Süden der Halbinsel Nicoya in Costa Rica gibt es ein paar Hotels, auf Touristen zugeschnittene Restaurants und einen wunderbaren Strand. Wer Lust hat, kann hier sein Zelt direkt am Strand aufschlagen, ca. 100 Meter neben der Schildkrötenstation.

Mein Tipp für Montezuma: Unbedingt einen Tagesausflug zum Wasserfall machen!
In der Trockenzeit kann man diesen gut über das Flussbett erreichen, in der Regenzeit eher schwieriger. Man kann im erfrischenden Becken vor dem Wasserfall mit den vielen Fischen schwimmen und sogar eine Dusche nehmen. Ganz Mutige können aus beliebiger Höhe vom Wasserfall hinunterspringen, hier ist jedoch Vorsicht geboten!

Reggaevibes, Hängematten und wilde Natur – willkommen auf der Insel Bastimentos

Wohngegend auf der Insel Bastimentos in Panama

Dorf auf Bastimentos, Panama

Das Archipel Bocas del Toro ist ein sehr beliebtes Ziel für Touristen an der Karibikküste von Panama, jedoch spielt sich fast alles auf der Hauptinsel Colón ab. Die Insel Bastimentos bietet 2 sehr schöne Hostels und ein paar „Homestays“ (Zimmer in privaten Unterkünften) – einen Bankomaten oder anderen Luxus findet man hier allerdings nicht. Wer Entspannung, wilde Natur, Unterwasserwelten und Abenteuer sucht, ist hier genau am richtigen Fleck. Und kommt vielleicht auch nicht mehr so schnell weg …

Straßenkunst auf Bastimentos, Panama

Schlammiger Spaziergang auf Bastimentos

Auf der Insel herrscht die afro-karibische Kultur, untertags hallt aus so manchem Haus Reggaemusik und das Leben spielt sich großteils vor den Häusern ab. Die zwei kleinen Läden im Hauptort und die paar Restaurants an der Uferpromenade versorgen einen gut mit allem Notwendigen.

Ausblick vom Up the Hill Cafe auf Bastimentos

Mein Tipp für Bastimentos: Unbedingt den etwas beschwerlichen Weg quer durch den Dschungel zum Wizard Beach auf sich nehmen! Man wird mit einem total unberührten, gelben Sandstrand belohnt. Die Kokosnüsse kann man sich dort selbst von der Palme holen. Auf Kameras, Pass oder Geld sollte man hier allerdings verzichten, da es öfter zu bewaffneten Raubüberfällen auf Touristen kommt. Nicht vergessen, genug Wasser und einen Stecken zum Wandern einzupacken, da der Weg oft sehr schlammig sein kann.

Auf dem Rückweg kann man sich mit biologischem Essen oder einem selbst gemachten Kakao im Up in the Hill Cafe stärken.

Meine nächste Station heißt Mexiko mit seinen faszinierenden Maya Stätten und karibischem Flair – ich bin gespannt, welche Abenteuer mich dort erwarten werden!

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