Reisetipp Griechenland: Epirus – Lefkas – Kefalonia

Kein Urlaubsland ist wohl vielseitiger als Griechenland – unsere Reiseexpertin Bettina hat das ursprüngliche Festland & den Westen erkundet, wo viele berühmte Mythen ihren Ursprung haben. Mitgebracht hat sie die besten Tipps für Ausflüge, Hotels & Kulinarik.

Griechenland hat mir ja schon immer gefallen. Aber auch abseits von Rhodos, Kreta & Co gibt es so einiges zu entdecken – wie etwa die Region rund um Epirus und Westgriechenland. Schon vom Flugzeug aus erkennt man die tollen Buchten und die vielen kleinen Fischerdörfer.

Ankunft in Epirus: auf den Spuren griechischer Mythologie

Wir landen also am griechischen Festland, um genau zu sein am Flughafen Preveza, der ideale Ausgangspunkt um Epirus im Norden und Lefkas im Süden zu erkunden. Los geht’s in Richtung Norden: Epirus, eine Gegend, die nicht nur weniger touristisch, sondern auch sehr stark von der griechischen Mythologie geprägt ist. Hier wollen wir auch gleich hineinschnuppern und machen uns auf den Weg nach Ammoudia – ein kleiner ursprünglicher Ort, in dem es schon mal vorkommen kann, dass man in der hiesigen Taverne einen frisch gefangenen Fisch präsentiert bekommt.

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Bootsfahrt entlang des mythischen Fluss Acheron in Epirus

Um auf die griechische Mythologie zurück zu kommen, machen wir von hier aus einen Ausflug an den Fluss Acheron. Dieser wird auch „Fluss der Toten“ genannt und soll einer der Flüsse sein, auf dem der Fährmann die Seelen der Toten in die Unterwelt des Hades bringt. Schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man sich diesen Gedanken vor Augen hält während man so dahin gondelt. Vor allem sieht die Landschaft rundherum wirklich schön aus, wie sind die Griechen wohl mit ihrer Fantasie auf genau diesen Ort gestoßen? Dennoch, die Fahrt am Fluss ist nicht nur für Freunde der griechischen Mythologie ein schöner Ausflug, auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten. Durch die naturbelassene Umgebung des Flusses findet man dort u.a. heimische Schildkröten und auch der ein oder andere Biber schwimmt an unserem Boot vorbei.

Parga: Vom lokalen Charme verzaubern lassen

Ganz in der Nähe finden wir das Städtchen Parga, das kennen wir schon aus der Vogelperspektive vom Flugzeug aus. Ein süßer Hafenort, der viele schicke wie auch traditionelle Lokale, Tavernen und natürlich kleine Shoppingmöglichkeiten bietet. Die schönen Buchten rund um Parga laden zum Verweilen ein.

Bucht von Parga, Epirus

Blicken wir auf das Meer hinaus, sehen wir auf der rechten Seite eine über Parga thronende Burg. Ein kurzer Spaziergang hinauf führt vorbei an einigen kleine Souvenirgeschäften, in denen man Oliven oder auch ein paar Flaschen Ouzo kaufen kann. Oben angekommen sorgen das Panorama auf die ionische Bucht sowie die Aussicht auf die Stadt unter den Füßen für ein einmaliges Erlebnis.

Mein Tipp für Nachtschwärmer und Cocktailliebhaber: Zu später Stunde die Bar im Schloss besuchen. Parga bei Nacht, besonders mit einem Caipirinha in der Hand, ist einfach nur bezaubernd

.Glasklares Meerwasser der Bucht in Epirus, Westgriechenland

Epirus hat seinen ursprünglichen, ländlichen Charakter bewahrt und bietet, wie ich finde, den landestypischen Griechenlandurlaub.

Hoteltipps Epirus:

Lefkas: Badeurlaub und traditionelle Kultur

Weiter geht es in Richtung Süden. Um von Epirus nach Lefkas zu gelangen, passieren wir bei Preveza einen 1,6 km langen Tunnel, der unter dem Meer hindurch führt (kleine Mautgebühr). Es erwartet uns also die Insel Lefkas (auch Lefkada genannt), die in strengem Sinne gar keine Insel ist, da sie über eine Brücke mit dem griechischen Festland verbunden ist.

Wir kommen in Lefkas Stadt an, hier findet man typische Tavernen und viele freundliche Gesichter in den Geschäften. An diesem Ort herrscht buntes Treiben und auch für sein Nachtleben ist die Stadt bekannt.

Restauranttipp: Nissi Mediterranean Kuzina

Der Leuchtturm auf einem Felsen von Lefkas

Malerischer Sandstrand von Lefkas

Die meisten Hotels befinden sich an der Ostküste von Lefkas. Durch die ruhige See herrschen hier ideale Bedingungen für Segler. Der Osten der Insel kann aber auch mit fantastischen Aussichten auf kleine Inseln aufwarten. Hier liegt zum Beispiel Skorpios, die berühmte Insel der Familie Onassis. Wer jedoch die schönen Strände bevorzugt, der sollte unbedingt mit einem Mietauto die Westküste der Insel abfahren. Nicht umsonst ist Lefkas für seine einzigartigen Strände und sein glasklares Meer beliebt.

Meine Strand Favoriten: Kathisma Beach und Milos Beach.

Ein weiterer beliebter Ort ist Nidri, das touristische Zentrum der Insel. An der Hafenpromenade reihen sich rustikale Tavernen und Souvenirstände aneinander. Warum nicht einmal ein typisch griechisches Abendessen mit Sirtaki, Ouzo und allem was dazu gehört in Nidri erleben?

Restauranttipp: Taverna Symposium, Hafenpromenade Nidri

Hafen von Nydri, Griechenland

Lefkas behalte ich in Erinnerung als eine Insel mit lebensfrohen Menschen, ausgezeichnetem Essen, vielfältiger Natur und vor allem traumhaften Stränden.

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Kefalonia: Naturschönheiten und malerische Dörfer

Wir machen uns auf den Weg zu unserem letzten Highlight: Kefalonia. Um auf die Insel zu gelangen, fahren wir in den Süden von Lefkas nach Vassiliki, um von dort aus mit der Fähre nach Fiskardo auf Kefalonia zu gelangen.

Das schöne Hafenstädtchen Fiskardo in Kefalonia

Ganz im Norden von Kefalonia angekommen wird als erstes gleich ein Frappé (kalter, griechischer Kaffee) im Restaurant/Café Apagio direkt am Wasser getrunken. Herrlich! Das in einer Bucht gelegene, malerische Fischerörtchen Fiskardo, hat mich sofort begeistert – kleine Gassen, nette Cafés und herzliche Menschen. Ideal für einen Tagesausflug.

Sehr schnell wird uns gesagt, dass hier auf der Insel aufgrund des Erdbebens von 2014 einige Straßen noch gesperrt sind. Wir nehmen also die Umfahrungsstraßen – was den Vorteil hat, dass wir typische, idyllische Örtchen zu Gesicht bekommen. Auch die Schwesterinsel Ithaka kommt bei einigen Kurven zum Vorschein.

Der traumhafte Myrthos Beach in Kefalonia

Kefalonia lockt mit seinen Naturschönheiten, den kilometerlangen Sandstränden, ursprünglich gebliebenen Dörfern und seinem charakteristischen Inselflair. Der wohl beliebteste Strand ist der Myrthos Beach, über ein paar Kurven mit dem Mietauto leicht erreichbar. Hier lässt es sich schwimmen wie in einer großen, türkisen Badewanne.

Unterwegs in Kefalonia – Genüsse für Augen und Gaumen

Die bekanntesten Orte auf Kefalonia sind Argostoli und Lixouri. In beiden Städten finden wir eine Fußgängerpromenade mit zahlreichen Geschäften, Souvenirläden und Tavernen. Um die Fahrtzeit von Lixouri nach Argostoli und umgekehrt zu verkürzen, gibt es eine günstige Fährverbindung, die man unbedingt nutzen sollte.

See-Schiff

Typisch griechische Tavernenrestaurants in Kefalonia

Auf alle Fälle einen Besuch wert ist der unterirdische Melissani See mit seinem tiefblauen Wasser. Am besten sollten Sie zur Mittagszeit dort sein, da fällt das meiste Tageslicht durch die eingebrochene Decke in die Höhle – auch die Urlaubsfotos werden so am schönsten. Auf Ruderbooten werden die Besucher durch die Höhle geführt, und es kann schon mal vorkommen, dass der Gondoliere in der Höhle ein „O sole mio“ zum Besten gibt.

Generell zu empfehlen ist auf Kefalonia ein Mietauto, um die vielen schönen Buchten und Naturschönheiten zu entdecken. Auch die urigen Tavernen findet man an jeder Ecke, um das typisch griechische Essen zu probieren. Unbedingt versuchen sollte man den Robola Wein. Ein leichter, trockener Weißwein, der nur auf Kefalonia angebaut wird.

Wer sich die Meeresfrüchte, Oliven, frisches Gemüse, Feta und ein Glas Ouzo nicht entgehen lassen will, sollte einen Abstecher im Vatsa Club (ein verstecktes Restaurant im gleichnamigen Ort) machen. Man isst direkt am Strand auf Sandboden in lockerer Atmosphäre. Hier spürt man den Duft von salziger Meeresluft, frisch zubereitetem Fisch und Kräutern: „Es riecht nach Griechenland!“

Griechische Getränke und Fisch am Hafen

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