Irland – Unterwegs auf der grünen Insel (II)

Im zweiten Teil ihres Irland Trips begibt sich Susanne in die wildromantischen Landschaften von Galway bis Connemara und taucht in die Pubkultur von Dublin & Co ein.

Guinness soll erst getrunken werden, wenn die Farbe dunkel genug ist

Auch in Irland kann man surfen

Galway & Connemara: Lokale Kleinode

Nach einem atemberaubenden Trip zu den Cliffs of Moher erreichen wir weiter nördlich Galway, wohl eine der sympathischsten Städte Irlands. Untergebracht in einem fantastischen Gourmet Bed-and-Breakfast namens The Heron’s Rest, wurden wir dort jeden Morgen mit einem frisch gekochten Frühstück beglückt. Alles aus regionalen Produkten gezaubert, vom irischen Lachs bis zur selbstgemachten Marmelade.

Küste im Westen Irlands

Das Städtchen selbst ist ungemein sehenswert, nach vollbrachtem Sightseeing umgehen wir mit etwas Glück die Pub-Touristenfallen und landen im Pub Tigh Neachtain. Bei hervorragender lokaler Live-Musik finden wir sofort wieder Anschluss bei den kommunikationsfreudigen Iren.

Nur das Feinste aus irischer Produktion im Pub

In irischen Pubs gibt es häufig spontane Musikkonzerte

Dazu ist zu sagen, dass die Pubkultur Irlands eine ganz besondere ist. In Irland findet sich jung und alt zum gemeinsamen Plaudern beim Bier ein. Da sitzt dann der 20-Jährige gemeinsam mit dem 80-Jährigen, Arbeiter neben Doktoren. So zumindest mein Eindruck von den wirklich traditionellen alteingesessenen Pubs, in denen wir nie belästigt, aber stets herzlich, unglaublich tolerant und so gut wie immer bester Laune aufgenommen wurden.

Strand im Connemara Nationalpark, Irland

Connemara, Irland

Nach Bier und Whiskey empfiehlt sich wieder ein Ausflug in die wunderschöne irische Natur. Der Connemara Nationalpark ist von Galway aus am besten erreichbar und beeindruckt mit wildromantischen Moor- und Heidelandschaften. Sehenswert dort ist auch die Benediktinerinnenabtei Kylemore Abbey.

Malerisches Kylemore Abbey, Irland

Nach einem letzten Abend in Galway ging es schließlich knapp 200 km zurück nach Dublin.

Dublin: Trinity College, Stiffy on the Liffey & Guinness

Dublin allein ist schon eine Irlandreise wert. Die Stadt erlaubt nicht nur ein ungaublich abwechslungsreiches Programm, im nahen Umfeld finden sich auch noch jede Menge Ausflugsziele, die einen Abstecher wert sind.

Custom House, Dublin

Blick von der Guinness Brauerei auf die Dächer Dublins

In Dublin selbst lohnt sich eine der geführten Walking Tours, die von Einheimischen geleitet werden. So bekommt man einen guten Überblick über die bewegte Geschichte Irlands – seien es die blutigen Auseinandersetzungen mit den Briten, die sich bis in die jüngere Vergangenheit ziehen, oder architektonische Rohrkrepierer wie die Milleniumssäule am Fluss Liffey, die von den Dublinern den lustigen Beinamen „Ständer am Liffey“ („Stiffey on the Liffey“) bekam.

Guinness is good for you!
Die berühmte Temple Bar in Dublin

Wer länger in der Stadt bleibt, der sollte dem weltberühmten Trinity College einen Besuch abstatten. Bierliebhaber dürfen eine Führung durch die Guinnessbrauerei nicht versäumen.

Abends stürzt man sich pflichtgemäß in den Partydistrikt „Temple“ – wer Menschenmassen nicht scheut, der wird sich hier zumindest eine Nacht lang sehr gut amüsieren.

Ausklang in Postkartenidylle: Howth

Zum Ausnüchtern empfiehlt sich wieder die Natur, der Abstecher nach Howth war eines meiner persönlichen Highlights in Irland. Das kleine Küstenstädchen liegt nur ca. 30 Minuten nordöstlich von Dublin. Ich gelangte über eine geführte „Cliffwalking“-Tour dorthin, die sich voll und ganz ausgezahlt hat.

Karte von Howth

Malerische Ostküste von Irland

Blühender Garten und Ruinen in Irland

Die Wanderung führte durch die blühenden Rhododendrengärten (Reisezeit Mai) von Howth Castle bis zum höchsten Punkt auf dem Landzipfel, entlang der Klippen mitsamt malerischem Leuchtturm und wieder zurück zur Bucht, wo sich immer wieder auch mal Seelöwen tummeln.

Den letzten Abend bestritten wir im Mulligan’s, wo angeblich nicht nur das beste Pint Guinness gezapft wird (gut möglich!), sondern auch schon James Joyce oder John F. Kennedy gern getrunken haben.

Irischer Whiskey im Pub

Noch ein letztes Mal wurde mit dem schwarzen Gold angestoßen. Irland hat sich in mein Herz geschummelt, ich würde sofort wieder hinfahren.
Sláinte! (Zum Wohl!)

 

Anmerkung der Redaktion: Die in diesem Blogbeitrag verwendeten Fotos fungieren als begleitende Visualisierungen & Stimmungsbilder, eine direkte Korrelation von Foto und Inhalten der Begleittexte ist nicht bindend.

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