Malediven: Eine einmalige Hochzeitsreise

Ein paar Mal im Leben kommt man in den Genuss, eine „Themenreise“ zu buchen. Meine letzte war die Maturareise mit 18 – also vor beinahe 20 Jahren. Damals gab es typische Maturareise-Ziele wie Kreta, Rhodos und Ios – da hat sich in den letzten Jahren aber einiges getan und die Ziele haben sich stark geändert.

Just married, Hochzeitspaar beim Händchen halten

2014 stand die nächste „Themenreise“ auf dem Programm – die Hochzeitsreise. Wenn man allerdings schon so einiges auf der Welt gesehen hat und diese Reise, genau wie die Hochzeit, zu etwas besonderem machen möchte, stößt man natürlich auch hier auf die klassischen Ziele. Unsere Entscheidung war recht schnell gefällt – wir wollten auf die Malediven. Einfach eine Woche dem tristen österreichischen Herbst- bzw. Winterwetter entfliehen, den „Genussbutton“ drücken und abschalten.

Die schöne Qual der Wahl – welche Insel soll es denn sein?

Die Insel Moofushi im Süd Ari Atoll der Malediven

Der Inselstaat Malediven besteht aus 26 Atollen mit 1.196 Inseln, wovon 220 bewohnt sind und 87 touristisch genutzt werden. Von Österreich gibt es mehrere Möglichkeiten die Malediven zu erreichen – wir entschieden uns für Emirates Airlines, da wir beim Rückflug noch einen Stopp in Dubai planten.

Wir brauchten allerdings nicht lange für unsere Entscheidung – die Insel Moofushi im Alif Dhaal Atoll war schnell als Ziel für unsere Hochzeitsreise auserkoren. Die Fotos in Katalogen und im Internet, sowie die Empfehlung eines Bekannten waren hier sicherlich auch beeinflussend.

Ausschlaggebend war vermutlich das Video auf der Internetseite des Constance Moofushi Resort, welches die Schönheit und Einzigartigkeit des Resorts perfekt wiedergibt. „Inspired by passion“ – dieses Motto wollten wir definitiv auf unserer Hochzeitsreise spüren.

Moofushi: Strandvilla oder Wasservilla?

Auf den Malediven kann man direkt über dem Meer logieren

DKokosmilch frisch aus der Frucht, ein wahrer Genussie Entscheidung für eine Unterkunft gestaltete sich etwas schwieriger – seit ich vor etlichen Jahren das erste Mal Fotos von einem sogenannten Over-Water-Bungalow sah, prägten sich diese Bilder in mein Gehirn unter der Ablage „Perfekter Urlaub“ ein.

Eine Strandvilla wäre zwar unserer Meinung nach für das Erreichen des Restaurants, der Rezeption oder dem Strand angenehmer gewesen, wir wählten trotzdem die Wasservilla und bereuten die Entscheidung keine Minute – die Abgeschiedenheit, die private Terrasse mit eigenen Liegen und 3 Stufen ins Meer wollten wir definitiv nicht missen.

 

Das Wasserflugzeug bringt einen auf den Malediven zum Hotel, Traumausblick inklusive

Nach dem Langstreckenflug via Dubai nach Malé, ging es noch 40 Minuten weiter mit dem Wasserflugzeug. Neben dem allgemeinen Erlebnis des Starts und der Landung war natürlich der Ausblick beim Überfliegen der verschiedenen Inseln wirklich einzigartig. Schon hier bekamen wir einen ersten Eindruck der Farbenvielfalt des Meeres, der Schönheit und Einzigartigkeit der Inseln und der Weitläufigkeit der unterschiedlichen Atolle.

No shoes, no news – beyond this point

No news no shoes - auf der maledivischen Barfußinsel vergisst man den Alltag

Auf den Malediven begeistern einsame Strände mit feinem, weißen Sand

Nach der Landung wurden wir und die insgesamt 4 anderen Gäste in unserem Wasserflugzeug von Angestellten des Hotels am Steg erwartet. Zu unserer Verwunderung und Freude kam eine der Angestellten zielstrebig auf uns zu und begrüßte uns auf Deutsch mit unserer beiden Namen.

Da Moofushi eigentlich eine „Barfuß-Insel“ ist, liest man sofort auf einem Holzschild am Steg „No shoes, no news – beyond this point“. Wir waren natürlich brav, verstauten unsere Schuhe für eine Woche und genossen 24 Stunden barfuß zu gehen. Anfänglich hatte ich Bedenken, da ich schlechte Erinnerungen an heißen Strand ohne Schuhe hatte, aber der weiße Sandstrand bleibt auch bei starker Sonne immer angenehm kühl. Auch im Restaurant konnte man so die Zehen in den Sand stecken und das Essen genießen.

Das Gefühl am Ende der Woche wieder in Schuhe zu steigen war übrigens ein sehr ungewohntes und „bedrückendes“.

Die Malediven sind ein Traum für Schnorchler

Die einzigen „Schuhe“, die wir für eine Woche gebraucht haben, waren die Flossen zum Schnorcheln. Wir nutzten natürlich die gratis Ausrüstung für diese Woche und waren beeindruckt von der Vielfalt der Fische, die wir entdecken konnten. An jeder Ecke der Insel war man aufs Neue überrascht über das Farbspektrum der Fische. Passend dazu konnte man an der Rezeption eine Übersichtskarte der Fische kaufen, um die Entdeckungen namentlich zuzuordnen.

Back of the island: Einblicke ins Leben auf den Malediven

Das Meer ist bei einem Malediven Urlaub nie weit entfernt

Am zweiten Abend unseres Aufenthaltes stand ein sogenannter „Management-Cocktail“ auf dem Tagesprogramm. Am Weg zum Abendessen beschlossen wir, diesen auch zu besuchen und waren begeistert von der Art, wie dieser gestaltet wurde. Der Manager jeder Abteilung des Hotels mischte sich unter die Gäste und begann ein nettes, ungezwungenes Gespräch. Wir unterhielten uns längere Zeit mit dem Manager des Spas und erfuhren von ihm, dass das Hotel zweimal in der Woche eine sogenannte „Back of the island“-Tour anbietet. In dieser knapp einstündigen Tour wird einem das „Innenleben“ der Insel gezeigt.

Köstlichkeiten im Restaurant des Constance Moofushi Resorts

Angefangen bei den Unterkünften der knapp 200 Angestellten, die auch auf der Insel wohnen – ca. 50 weitere Angestellte wohnen auf einer Nachbarinsel – über die Wäscherei bis hin zur Werkstatt und zum Trockenlager sieht man, wie diese Insel funktioniert. Besonders beeindruckend fanden wir die Wasseraufbereitung – es gibt auf Moofushi eigenes Wasser in Glasflaschen und das Hotel spart somit jährlich ca. 100.000 Plastikflaschen ein – und die Hotelküche. Hier erzählte uns der Küchenchef – ein Brite, der auch schon für Lady Diana gekocht hat – wie die Zusammenarbeit mit 48 Köchen aus 10 verschiedenen Nationen so läuft. Die Versorgung der Insel wird mit einem Schiff gewährleistet, dass einmal in der Woche kommt. Somit muss der Speiseplan immer schon 10 Tage im Voraus fest stehen.

Alles in allem eine sehr interessante Tour, die einen informativen Einblick in die Logistik der Insel bietet. Diese Information ist auch vor der Reisebuchung nicht unwesentlich – bei den Malediven ist es auf alle Fälle empfehlenswert, All Inklusive zu buchen, da die Kosten der Speisen und Getränke auf Grund dieser Versorgung um einiges höher sind.

Back to reality – beyond this point

Back to reality - Jede Traumreise hat einmal ihr Ende

Dieser Satz verabschiedet die Gäste sozusagen von der Insel – wiederum ein Holzschild, das am Steg angebracht ist, bevor man in das Wasserflugzeug steigt und zurückfliegt. Auch diese Aussage trifft zu 100% zu – der Urlaub auf Moofushi lässt einen für eine Weile die Realität und den Alltag komplett vergessen, man kann komplett abschalten und entspannen.

Fazit unserer Hochzeitsreise: Kein Wunsch bleibt offen

Puderzuckerstrände und türkises Wasser auf den Malediven

Qualitätswein auf den Malediven

So kann man den Urlaub auf Moofushi – bzw. allgemein auf den Malediven – beschreiben. Eine unvergleichliche Wasserwelt in kitschigen Farben, die zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen einlädt. Ein Angebot an Speisen, welches mein Hobby-Feinschmeckerherz höher schlagen ließ. Eine Weinkarte, auf der sogar 3 Weine aus Österreich (Weingut Loimer aus Langenlois) vertreten waren. Eigene Sommeliers schafften es jeden Abend erneut uns den perfekten Wein zu unserem Essen zu empfehlen. Aber neben den Sommeliers kann man durchaus sagen, dass das internationale Personal mit Freundlichkeit, Kompetenz und angenehmer, unaufdringlicher Art, den Urlaub noch perfekt abrundeten.

Alles in allem kann ich bestätigen, dass sich die Malediven wirklich perfekt für eine (Hochzeits)reise eignen, da die dort gebotenen Eindrücke wirklich außergewöhnlich sind und Entspannung sowie Genuss auf keinen Fall zu kurz kommen.

Ein Gedanke zu „Malediven: Eine einmalige Hochzeitsreise“

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