Neuseeland Roadtrip Teil 2: Unterwegs auf der Südinsel

Nach den Highlights der Nordinsel Neuseelands zeigt uns Gastbloggerin Nisa von cookiesound.com  im 2. Teil  den beeindruckenden Süden. 

Von der coolsten kleinen Hauptstadt der Welt Wellington ging meine Reise über den Cook Strait Richtung Südinsel. Ich kann jedem Neuseeland Reisenden diese fantastische knapp 3-stündige Fährüberfahrt empfehlen. Interislander oder Bluebridge sind zwei mögliche Reedereien.

Schon bei der Ankunft in Picton waren die landschaftlichen Unterschiede zur Nordinsel klar ersichtlich. Berge, Fjorde und eine malerische Hafenstadt erwarteten mich. Picton ist Ausgangsbasis für diverse Hikes in den Marlborough Sounds, die ich diesmal aus Zeitmangel auslassen musste. Mein Trip sollte mich ja noch fast an die Südspitze Neuseelands bringen.

Fähre und Hafen von Wellington © Maier&Maier Photography

Fjord Ausblick von der Fähre in Neuseeland © Maier&Maier Photography

Raus aus Christchurch, ab nach Edoras

Natürlich hatte ich auch auf der Südinsel die ein oder andere Destination aufgrund der Herr der Ringe Trilogie ausfindig gemacht. Wohl einer der bekanntesten Orte ist Edoras, die Hauptstadt Rohans. Am Weg dorthin, stoppte ich beim Nelson Lakes National Park und in Christchurch. Neuseelands zweitgrößte Stadt ist auch heute noch von dem Erdbeben 2011 gezeichnet; als „Geisterstadt” wird sie oftmals (berechtigterweise) bezeichnet und Container City * dient als ihr Zentrum.

*  nur 8 Monate nach dem Erdbeben im Februar 2011 wurde mittels Schiffscontainer eine Einkaufsmall eröffnet. Sie zählt seither zu den Highlights jeder Sightseeing Tour

Christchurch Cathedral in Neuseeland nach dem Erdbeben © Maier&Maier Photography

Container City, Christchurch © Maier&Maier Photography

Zuerst war es gar nicht so leicht herauszufinden, wo sich dieser berühmte Hügel befindet, aber nach intensiver Recherche fand ich auch die richtige Abzweigung. Es kommt eigentlich nicht vor, dass ich eine Träne vergieße, weil mich die landschaftliche Schönheit so überwältigen. Das Rangitata Valley hat das doch tatsächlich geschafft.

Mount Sunday (so heißt der besagte Hügel) befindet sich über 50km vom nächsten Ort entfernt. Ich fuhr lange Zeit über Schotterstraßen, begleitet von endlosen Weiten und dem ein oder anderen Schaf am Straßenrand. So wie bereits dutzende Male zuvor, nahm ich eine nicht sonderlich spektakulär Linkskurve und aus dem Nichts breitet sich das Rangitata Valley vor mir aus. Dieses atemberaubenden Eindrücke in Worte zu fassen, ist unmöglich. Hier war es so unglaublich schön, dass ich mich dazu entschied 3 volle Nächte in der Mt. Potts Lodge zu verbringen.

Landschaft von Harper Range, Neuseeland © Maier&Maier Photography

Das malerische Rangitata Valley in Neuseeland © Maier&Maier Photography

Ein Kaiser, 8 Kiwis und ich

Mein großes Ziel auf meiner Neuseeland Reise war eine Wanderung entlang des Milford Tracks, dem angeblich schönsten Wanderweg der Welt. Starting-point hierfür ist die herrliche Stadt Queenstown. Um dorthin zu gelangen, musste ich aber noch gute 850km hinter mich legen. Via dem Arthur’s Pass, Franz Josef Glacier und Lake Wanka ging es weiter Richtung Süden.

Beim Franz Josef Glacier entschied ich mich doch eine Nächtigung einzulegen, denn als Österreicherin, ließ ich es mir nicht nehmen, dort einen Stopp einzubauen um zu erfahren, warum ein Gletscher in Neuseeland nach Kaiser Franz Joseph I von Österreich benannt war. Tja, die Antwort ist simple wie unspektakulär: Der deutsche Entdecker Julius von Haast gab dem Gletscher seinen Namen. Punkt. Nicht aufregend, aber aufgrund des Landschaftsbildes fühlte ich mich (fast) wie zu Hause.

Franz Josef Gletscher in Neuseeland © Maier&Maier Photography

Lake Wakatipu bei Queenstown © Maier&Maier Photography

Endlich in Queenstown angekommen, musste ich feststellen, dass meine Outdoor-Ausrüstung dem Regenwetter in Neuseeland nicht ganz gewachsen war. Eine Stunde später und um 500 € erleichtert war ich dafür bestens ausgerüstet.  Wenn man etwas in Neuseeland etwas dringend benötigt, dann eine wirklich gute Regenjacke! Denn nicht nur am Milford Track kann es sehr, sehr nass werden!

Der Milford Track führt 54km durch den wunderschönen Fiordland-Nationalpark und ist der wohl bekannteste (mehrtägige) Track Neuseelands. Täglich dürfen nur maximal 90 Wanderer auf die Strecke, also ist vorbuchen dringend zu empfehlen! Auf der 4-tägigen Tour gibt es jeden Menge zu sehen: Wetlands, Mackinnon Pass, Sutherland Falls, Mackay Falls und natürlich Milford Sound. Die unzähligen Wasserfälle sind besonders nach Regenfällen.

Mein Highlight (abgesehen von den oben genannten): Ich wurde gleich zu Beginn von einer Gruppe Neuseeländern der Generation 60+ aufgenommen, die diesem Abenteuer den perfekten Abschluss gaben. Die Kiwis waren nicht nur topfit, sondern waren wirklich eine lustige Runde. Ich habe selten soviel gelacht.

Milford Track in Neuseeland © Maier&Maier Photography

Mackay Waterfalls beim Wandern in Neuseeland erkunden © Maier&Maier Photography

Spektakulärer Wasserfall am Mackinnon Pass in Neuseeland © Maier&Maier Photography

Landschaft des Milford Track bei Regen © Maier&Maier Photography

Meine Reise ging nun langsam zu Ende. Von Queenstown fuhr ich dann wieder Richtung Christchurch. Einen letzten Zwischenstopp legte ich aber noch einIch wollte unbedingt die Church of the Good Shepherd beim Lake Tekapo besichtigen. Es hat sich ausgezahlt.

Kirche am Lake Tekapo in Neuseeland © Maier&Maier Photography

Mein Fazit: In 28 Tagen legte ich über 4.000 km zurück, lag am Strand und wanderte über Schneefelder, war fernab von jeglichen Zivilisationen, durchlebte so ziemlich jedes Wetter und stellte fest, dass Neuseeland das wohl atemberaubendste Land überhaupt ist… Ka kite ano (bis bald)!

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