Neuseeland Roadtrip: Einblicke vom anderen Ende der Welt

Neuseeland, eine Insel voller faszinierender Gegensätze – Gastbloggerin Nisa von cookiesound.com hat ihr persönliches Traumziel auf einem Roadtrip erkundet. Im ersten Teil zeigt sie die Highlights der Nordinsel.

Die Skyline von Auckland, Neuseeland, vom Mount Eden gesehen © Nisa Maier/cookiesound.com

Mit dem Auto unterwegs in Neuseeland - Erste Station Cape Palliser © Nisa Maier/cookiesound.com

Die Liebe zu Neuseeland entbrannte schon vor einiger Zeit, als ich damals mit neun Jahren einige Monate in Sydney lebte. Meine Tante, die vor guten 30 Jahren dorthin ausgewandert ist, schwärmte davon, dass ihr Heimatland eigentlich vor der Haustür hat — denn Neuseeland soll in vielerlei Hinsicht Ähnlichkeiten mit Österreich haben. Auch wenn ich immer wieder in Australien war, dauerte es doch 19 Jahre, bis ich mir selbst ein Bild vom Land der Kiwis* machen konnte.

Meine ersten Fußstapfen auf völlig neuem Terrain nahm ich 17.841 Kilometer von Wien entfernt, in Auckland. Neuseelands größte Stadt ist auch das Zuhause von fast einem Drittel der Bevölkerung und hat sicherlich einiges zu bieten. Aber mit 28 vollen Tagen verbrachte ich dort vergleichsweise wenig Zeit – wobei ich definitiv einen Trip zum Mount Eden empfehlen kann.

* Kiwi bezeichnet einerseits den Wappenvogel Neuseelands und außerdem die lokal angebaute Frucht – auch die Bewohner der Insel werden liebevoll Kiwis genannt.

Von der Großstadt zum paradiesischen Strand

Neuseeland ist bekannt für wunderschöne und vielseitige Landschaften, atemberaubende Wanderrouten und Skigebiete. Aber auch als Beach Paradise kommt Neuseeland nicht zu kurz. Meine erste Route führte mich zur Cathedral Cove auf der Coromandel Peninsular. Die imposanten Aufnahmen aus dem Film Die Chroniken von Narnia, die eine einsame, aus dem Meer ragende Segelschiffs-ähnliche Spitze zeigten, haben doch Eindruck hinterlassen. Namensgeber ist der Kathedralenhafte, natürlich geformte Bogen.

Felsenbogen in Cathedral Cove, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com Die malerische Küstenlandschaft von Cathedral Cove, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com

Von einer Fabellandschaft weiter auf den Mond

Keine 24 Stunden nach meiner Abfahrt aus Auckland kam ich in den kleinen Ort Matamata. Hier gibt es eigentlich nicht viel, außer ein wirklich wahnsinnig gutes Steakhouse/Pub namens The Redoubt Bar and Eatery.   Matamata wird hauptsächlich als Stepping-off point für Herr der Ringe Fans angepeilt. Hobbiton, Filmschauplatz und Heimat von Frodo & Co., ist etwa 30 Fahrminuten entfernt. Ich bin ein großer Lord of the Ring Fan, aber selbst als solcher war Hobbiton mir doch etwas zu … kindisch. Aus dem Alter bin ich wohl doch irgendwie raus. Somit hab ich meinen Trip hier verkürzt um weiter Richtung Lake Taupo zu fahren.

Hobbiton aus dem Film Herr der Ringe ist eine Touristenattraktion in Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com Matamata in Neuseeland, auch bekannt aus Hobbiton Shire, Heimat von Tolkiens fiktiven Hobbits © Nisa Maier/cookiesound.com

Ich hatte klare Sicht und schon aus der Ferne konnte ich Mount Ngauruhoe (aka Mount Doom) bereits erkennen. Der aktive Vulkan würde mich am nächsten Tag an meine Grenzen bringen. Der Tongariro National Park ist einer der ältesten Parks in Neuseeland. Die drei Spitzen Mt. Tongariro, Mt. Ruapehu and Mt. Ngaruhoe formen eine der außergewöhnlichsten und atemberaubendsten Landschaften, durch die man während des Tongariro Alpine Crossings wandern kann. Die Distanz von 19,4 Kilometern (ohne Erklimmen des Mt. Dooms) ist wahrhaftig nicht zu unterschätzen. Der Weg führt 12 Stunden durch Steppe und messerscharfe Steinformationen, vorbei an smaragdgrünen & blauen Seen und toxischen Gasen – eine wahrlich unvergessliche Wanderung.

Mount Doom in Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com Atemberaubende Augenblicke im Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com

Von gespenstischen Umgebungen zur coolsten kleinen Hauptstadt der Welt

Nach dem Tongariro Alpine Crossing habe ich einen kompletten Tag zur Regeneration gebraucht, bevor ich weiter Richtung Süden fahren konnte. Irgendwann im Laufe meiner Recherchen stieß ich auf einen wunderschönen rot-weiß-roten Leuchtturm, der fernab von jeglicher Zivilisation zu stehen schien. Es stellte sich heraus, dass Cape Palliser sein Zuhause ist.

Leuchtturm von Cape Palliser, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com

Lake Ferry ist ein verschlafenes kleines Dorf direkt neben dem Lake Onoke. Irgendwann rund um 1850 ertrank jemand, der versuchte den See zu überqueren, woraufhin dann eine Fähre eingeführt wurde. Der Fährmann benötigte natürlich auch eine Unterkunft und so entstand das Lake Ferry Hotel.  Hier verbrachte ich die nächsten 48 Stunden, um nicht nur den rot-weiß-roten Leuchtturm zu erklimmen, sondern auch um die gespenstischen Putangirua Pinnacles zu erkunden. Ich weiß jetzt, warum Peter Jackson hier die Pfade der Toten filmte – die gruselige Stille dieser Gegend ist wirklich furchteinflößend, aber auch faszinierend.

Puntangirua Pinnacles im Aorangi Forest Park, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com

Auch wenn ich gerne noch allein den Aorangi Forest Park erforscht hätte, war es mir dann doch zu gespenstig und außerdem drängte die Zeit schon. Neuseelands Hauptstadt stand ja noch auf dem Programm, bevor ich über den Cook Strait Richtung Südinsel ziehen würde. Wellington ist alles andere als ein verschlafener Zwischenstopp. Die Stadt ist modern, hip und ganz klar die coolste kleine Hauptstadt der Welt!

Street Art in Wellington, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com Hafen von Wellington, Neuseeland © Nisa Maier/cookiesound.com

Mehr dazu könnt ihr demnächst im 2. Teil meines Neuseeland-Abenteuers nachlesen…

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