Reisetipp Marrakesch – eine Stadt wie ein Wirbelwind

Unterwegs in Marokko – wir haben unser Mitarbeiter-Team auf Erkundungstour quer durch das Land geschickt. Im ersten Teil zeigt Vertriebsleiter Roman, warum Marrakesch seine neue Lieblingsstadt ist.  

Marrakesch hat mich schlichtweg aus den Schuhen geworfen. Mein erster Eindruck war, wie von vielen arabischen Großstädten: lautes, hektisches Gewusel. Auf den Straßen tummeln sich tausende Motorroller, Fahrräder, Eselwägen und Autos.
Verkehrsordnung?  Fehlanzeige.

Riad Lounge in Marrakesch

Ich flüchte mich also erstmal in meinen Riad – so nennt man ein marokkanisches Herrenhaus, dass in ein Hotel umgewandelt wurde. Das Hotel meiner Wahl,  Dar Ikalimo, liegt in einer ruhigen Seitenstraße der Medina (Altstadt). Auf drei Etagen befinden sich die fünf Zimmer, alle kuschelig und orientalisch eingerichtet. Frühstück wird im mit Glas überdachten Innenhof serviert – eine Oase mitten in Marrakesch. Einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt kann man von der Dachterrasse genießen. Im ganzen Haus riecht es nach Rosen und Sandelholz.

Rein ins Getümmel – Bummel durch die Souks und Gassen

Nach einem kurzen Pfefferminz-Tee geht’s dann weiter durch die Medina. Immer wieder brettern Mopeds durch die engen Gassen der Altstadt. Und obwohl es sehr waghalsig und chaotisch wirkt … es scheint so, als würde die Marokkaner genau wissen, was sie da tun.

Bummel durch die bunten Souks von Marrakesch

Fast durch die gesamte Medina zieht sich der Souk, was so viel heißt wie „arabischer Markt“. Zur meiner Verwunderung findet man hier nicht den unnötigen Ramsch, wie an manch anderen Orten. Stattdessen „Handgemachtes“ von lokalen Händlern – Stylische Lampen, geschmackvoller Schmuck, Kleidung und Tücher. Auffallend sind die Farben. Das Indigo-Blau und das knallige Rot habe ich so intensiv noch nie vorher gesehen.

Katzen findet man in Marrakesch an jeder Ecke

Sehr angenehm finde ich es, dass man sich in Ruhe umschauen kann. Wenn man Beratung sucht, ist sicher jemand zur Stelle. Wenn man allerdings nichts kaufen möchte … auch kein Problem. Spätestens hier fällt mir auf, wie leicht man mit den Marokkanern ins Gespräch kommt. Gerne quatscht man über die Ware, das Wetter, die Familie oder man bekommt Tipps über Marokko. Verabschiedet wird man fast immer mit einem „Willkommen in Marokko“ und einem breiten Grinsen.

Es ist überhaupt sehr auffällig, wie lebensfroh und lustig die Menschen hier sind. Egal ober der Kellner eines Cafés, die ältere Dame auf der Straße oder der Verkehrspolizist.
Ständig wird einem zugenickt oder zugelächelt.

Orient meets Club Culture – marokkanische Nächte

Wer genug geshoppt hat, sollte ab und zu in einen der Innenhöfe der Stadt einbiegen. Oft verstecken sich dort nette Cafés oder Restaurants. Und – auch wenn der Vergleich klischeehaft klingt, so stelle ich mir 1001 Nacht vor: Überall bunte Mosaike, in der Mitte des Hofes ein Springbrunnen, Orangenbäume und Palmen. Wer hier nicht zur Ruhe kommt, der wird es wohl nirgendwo schaffen.

Jardin Majorelle in Marrakesch

Wenn der Muezzin zum Abendgebet ruft, wirft sich unsereins in den schicken Zwirn. Nach einem Aperitif in einer der vielen Bars geht’s weiter in einen Club – und davon gibt es unzählige.  Mich und meine Begleitung verschlägt es in die SO Night Lounge Marrakech, wo ein international bekannter DJ an den Plattentellern steht. Im Lotus Club nebenan wird eine Bauchtanz/Burlesque-Show geboten, bei der einem sprichwörtlich die Spucke weg bleibt.

Lounge des Sofitel Marrakech

Ein würdiger Abschluss – Relaxen im Hammam

Wenn die Partynacht härter ausgefallen ist als erwartet, kann ich eines wärmstens empfehlen: ab in den Hammam (= orientalische Badehäuser)!

Hammam in Marrakesch

Erst Dampfbad, dann abschrubben lassen.  Zugegeben, beim ersten Mal ist es etwas gewöhnungsbedürftig, von fremden Männern in Badehosen gewaschen und abgeschrubbt zu werden.
Wenn man dann noch ein paar Dirham übrig hat, kann ich eine Massage wärmstens empfehlen.
Spätestens danach fühlt man sich wieder wie neu geboren.

Mein Fazit nach ein paar Tagen Marrakesch: Ich habe mich selten in einer Stadt so gut aufgehoben und wohl gefühlt. Für mich ist Marrakesch die ideale Kombination aus Tradition und Weltoffenheit.
100 Prozent Orient vs. „fancy Jetset“.
Marrakesch … ich komme gerne wieder!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.