Sri Lanka (II): Ein Surf Camp mit Geschmack

In der Fortsetzung unserer Blogger Reise erkundet Eva von Foodtastic den Süden Sri Lankas. Teil 2: Von Surfabenteuern, exotischen Speisen & der Kunst des Entspannens.

Horseshoe Bay auf Sri Lanka © Eva Fischer

Gemüsestand in Sri Lanka © Eva Fischer

Camp Talalla Retreat: Sunrise Surfing & Abend-Yoga

Eines der großen Highlights meiner Sri Lanka Reise war das Camp Talalla Retreat im Süden von Sri Lanka.  Es wird von drei jungen Surferboys aus Australien betrieben und liegt direkt am Meer. Eine wunderschöne Anlage mit kleinen Häuschen, einem schönen Pool und Yogashelters. Ich habe schon zwei Surfcamps in Indonesien besucht und bin seitdem total von dieser Sportart begeistert. Ich kann Talalla Retreat nur wärmstens für alle Surfanfänger und Fortgeschrittene empfehlen, da man hier das Surfen richtig gut und selbstständig lernt. Meist wird es in Surfcamps so gehandhabt, dass die Surfguides genau sagen, wo der Channel zum Rauspaddeln ist, wo man sich positionieren muss, welche Welle man nehmen muss, und schlussendlich stupsen sie einen meistens in die Welle.

Vom Camp Talalla Retreat direkt zum Meer © Eva Fischer

Yoga Kurs im Camp Talalla Retreat, Sri Lanka © Eva Fischer

Relaxen am Strand von Sri Lanka © Eva Fischer

Im Talalla Retreat mussten wir die ersten zwei Tage richtig schwitzen: Garatt, unser Surflehrer, meinte, dass wir am Anfang alleine unseren Weg durch den Surfdschungel finden sollen. Kurzzeitig wurde ich etwas panisch, da ich keine Ahnung hatte, wie ich nun durch den ganzen White Water Break kommen und schließlich die richtige Position für die optimale Welle zum Surfen bekommen sollte. Leider war mein sogenannter Pop, also das schnelle Aufkommen aufs Brett, auch nicht mehr das, was es mal war. Nach etwas Anstrengung konnte ich aber dann durch viel Übung und Videocoaching gegen Ende der Woche richtig große „Grünwasser-Wellen“ surfen. Meist hatten wir zwei Surfsessions am Tag oder eine Surf- und eine Videosession. Zwischendurch hieß es am Pool oder Meer abhängen und am Abend entspannendes Yin Yoga machen mit „Hip opener“ Übungen.

Welle - dein Freund und Feind beim Surfen © Eva Fischer

© Eva Fischer

Bis man zu einer tollen Green Water Wave kommt, vergehen einige frustrierende Surfstunden. Surfen macht mich sehr ehrgeizig und wie beim Golfen auch, hat man manchmal super erfolgreiche Tage und dann wieder schlechte, an denen einfach gar nichts weiter geht. Manchmal hätte ich am liebsten das Brett hin geschmissen und geheult, trotzdem ist es immer ein wunderschönes Gefühl aus dem Wasser zu kommen. Man fühlt sich so unglaublich lebendig und spürt seinen ganzen Körper, ist erschöpft und sehr hungrig. Danach packt einen die Surfsucht 

Bloggerin Eva in Sri Lanka © Eva Fischer

Eva und Freunde am Strand © Eva Fischer

Während meines Aufenthalts im Talalla Retreat habe ich auch ein zweites Camp besucht – Papertiger. Es wird von zwei netten Mädels aus Australien betrieben. Ziel ist es, gemeinsam eine Woche in Sri Lanka zu verbringen, gemeinsam täglich Sport zu machen – Yoga, Boxilates, Bridge und Coaching bezüglich Haltung und Ernährung. Boxilates ist eine coole Sportart, eine Mischung aus Boxen und Pilates. Bridge vereint Pilates und Ballett-Übungen. Auf meinem Blog Foodtastic könnt ihr demnächst mehr darüber lesen!

Strand vor dem Talalla Retreat © Eva Fischer

Sri Lanka kulinarisch: Ein Abenteuer für den Gaumen

Im Camp hatte ich Full Board gebucht, da ich fürs Surfen, Yoga und Pilates sowieso meist im Camp bleiben und dadurch sicher sehr viel Hunger haben würde. Das Essen war hervorragend. Besonders angetan hat es mir der Banana Flower Salat. Eine Frucht, die ich zuvor auch noch nie gesehen bzw. gegessen habe.

Die Banana Flower ist innen ganz zart, sie wird vorsichtig in dünne Scheiben geschnitten und auf Eis mit Limette, Salz und Tumeric für eine Stunde mariniert. Da man bei uns sicherlich keine Banana Flower bekommt, kann man stattdessen auch Knollensellerie oder Fenchel verwenden. Der Salat wird anschließend mit 2 EL Mayonnaise, 2 EL Griechischem Joghurt, 2 Schalotten klein gehackt, 5 EL Tomatenwürfel mit den Händen vermengt und abgeschmeckt.

Banana Flower und Früchte

Lernen beim Kochkurs in Sri Lanka © Eva Fischer

Zum Frühstück gab es unglaublich leckere Red Rice Pancakes mit Palmzuckersirup. Ein Hit für mich, da sie glutenfrei waren. Extrem lecker war auch der warme rote Reis, der in Kokosnussmilch gekocht wurde, oder das Kokosflocken Sambal – herrlich auf frischem Omelett. Abends gab es meistens frischen Fisch oder Hühnchen vom Grill und unzählige bunte Salate sowie Curries und eine ganze besondere Nachspeise namens Sago Pudding.

Kochkurs Impressionen © Eva Fischer

Kochkurs auf Sri Lanka © Eva Fischer

Den Profis beim Kochkurs auf die FInger schauen © Eva Fischer

Folgende Speisen gab es abends meistens: Kurakkan Roti (ein glutenfreies Crêpe mit Käse, z.B. Halloumi), Vegetable Kurakkan Noodles (Fingerhirse Nudeln), Gotukola (spezielle Blatt) Sambal, Mun Dhal mit Kartoffeln, Long Bean Curry, Blumenkohl Masala, Gurken Raita und natürlich Curries in den unterschiedlichsten Zusammenstellungen.

Explore Sri Lanka, you will love it!

Meine Zeit in Sri Lanka und im Camp mit den vielen lieben Leuten, die ich kennengelernt habe, war so besonders, dass ich am Tag der Abreise sogar bei der Restplatzbörse noch einmal verlängern wollte. Ich war einfach noch nicht abreisebereit. Leider hat man Zuhause aber doch Verpflichtungen, und so bin ich mit vielen neuen Bekanntschaften, wunderschönen Eindrücken und tollen Rezepten nach Hause geflogen.

© Eva Fischer

Eva mit den Teilnehmern des Surf Camps in Sri Lanka © Eva Fischer

 

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