Wandern auf Teneriffa: Hoch hinaus mal ganz anders!

Aktivurlaub auf den Kanaren: Gastbloggerin Viktoria von chronic-wanderlust.com berichtet für uns von ihrer spannenden Wandertour auf Teneriffa.

Wer an die Kanaren denkt hat meist ein Bild von Stränden, Sonne und jede Menge Spaß vor seinem inneren Auge. Teneriffa ist genau das, aber noch so viel mehr!

Playa de las Teresitas

Die größte der kanarischen Inseln bietet abwechslungsreiche Aktivitäten nonstop und das auch quasi rund um die Uhr! Neben zahllosen mehr oder weniger aktiven Wassersportarten wie Surfen, Tauchen oder Kayak fahren lässt sich die Natur auch besonders gut im berühmten Loro Parque sowie bei Delfin- und Walbeobachtungstouren bestaunen.

Teneriffa: Weit mehr als nur Meer

Damit ist aber noch nicht genug! Denn Teneriffa ist auch gleichzeitig die Heimat des höchsten Bergs Spaniens – dem Teide. Dieser entstand, so wie die Kanaren und Teneriffa selbst, durch vulkanische Aktivitäten. Mit 3718 m ragt der majestätische Berg hoch hinaus und ist von fast überall auf der Insel zu sehen. Für die besonders Abenteuerlustigen ergibt sich deswegen die Möglichkeit diesen wunderbaren Berg zu besteigen und ein wenig an seine eigenen Grenzen zu gehen. Doch man sollte gut darauf vorbereitet sein, denn die sauerstoffarme Bergluft raubt einem dann doch merklich den Atem.

Blick auf den Teide, der höchste Berg Spaniens © Viktoria Urbanek/chronic-wanderlust.com

Am besten startet man sein Wanderabenteuer in Puerto de la Cruz, der Hauptstadt Teneriffas. Dort findet man schmackhafte Restaurants, gute Hotels und kann die Sonne über dem Meer aufgehen sehen. Da sich die Insel immer mehr in Richtung Outdoor-Tourismus entwickelt, gibt es auch mehrere Buslinien, die einen zu den verschiedenen Wanderstartpunkten bringen. Natürlich bietet sich auch die Möglichkeit ein Auto zu mieten, aber die gemütliche Anreise im Linienbus wird von vielen bevorzugt, da die Parkplätze an vielen Startpunkten eher gering sind und man sich mit dem Auto auf Rundwanderwege begrenzt.

Der Teide – Abenteuer auf zwei Etappen

Wer bereits in der Heimat einige Bergtouren gemacht hat, sollte am Teide kein Problem haben, aber eine gute Ausrüstung und Kondition sind ein Muss.

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Gestartet wird am Parkplatz TF 21 auf ca. 2200 m am Nachmittag, nachdem die größte Hitze wieder abgeklungen ist. Zunächst schlängelt sich eine gemütliche Schotterstraße näher an den Berg heran. Wunderbare, beinahe extraterrestrische Landschaften begleiten den Weg bis ganz nach oben. Nach einigen Kilometern verwandelt sich diese ruhige Straße in einen wahrhaftigen, aber herausfordernden Wanderweg. Immer deutlicher macht sich der verringerte Sauerstoffanteil in der Luft bemerkbar. Nun heißt es langsamer gehen und kleinere Pausen einzulegen.

Bevor die Sonne untergeht erreicht man die Berghütte Altavista, wo man die Nacht verbringt. Die Hütte ist sehr einfach gestaltet, aber wirklich heimelig. Schlafsäle, Küche und fließendes, eiskaltes Wasser sind verfügbar, jedoch muss der gesamte Essensproviant mit auf den Berg genommen werden – und der Müll auch wieder mit ins Tal. Kleiner Tipp am Rande: Ohrenstöpsel mitnehmen, um in der Nacht auch besser zur Ruhe zu kommen und die schnarchfreudigen Mitwanderer ignorieren zu können.

Die Sonne beim Aufgehen bewundern – am Gipfel des Teide

Nach einer relativ kurzen Nacht bricht man um 5:30 auf um im Schein der Stirnlampe die zweite Etappe Richtung Gipfel zu beginnen. Langsam, aber stetig wird es heller am Horizont – die Sonne kündigt sich an und wer flott ist, sieht sie am Gipfel des Teide aufgehen.

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Da der Teide ein aktiver Vulkan ist, ist der Gipfel ein Krater. Die heißen Dämpfe und der starke Geruch nach Schwefel verleihen dem Berg eine mystische Aura. Von oben sieht man weit über den Atlantik und kann auch einige der anderen kanarischen Inseln und den berühmten Schatten des Teide erblicken.

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Für alle, die sich dieses Abenteuer nicht so ganz zutrauen gibt es eine Seilbahn, die bis auf 3555 m fährt, so dass man von dort weg die letzten paar Meter gehen kann. Aber Achtung: dafür wird eine Genehmigung des Nationalparks benötigt.

3 Gedanken zu „Wandern auf Teneriffa: Hoch hinaus mal ganz anders!“

  1. Besser als auf Teneriffa kann man in der Schweiz wandern! Eine der schönsten Wanderungen meines Lebens habe ich am Pizol gemacht. Die Wanderung ist an der Talstation der Bergbahn gestartet und innerhalb eines Tages haben wir den Gipfel erreicht. Mit einer Übernachtung am Berg, wohlgemerkt handelt es sich um ein Skigebiet mit vielen Einkehrmöglichkeiten, war die Wanderung traumhaft. Am Tag danach haben wir uns einen Eintritt in die Tamina Therme gegönnt.

  2. Danke für diesen Artikel, er ruft meine Sehnsucht nach Teneriffa wieder wach. Das Gebiet um den Teide ist wirklich wunderbar, die ganze Insel es wert, durchwandert zu werden und Puerto de la Cruz hat wirklich viel Charme, vielleicht auch deshalb, weil es entgegen Ihrer Darstellung NICHT die Hauptstadt von Teneriffa ist. Diese ist Santa Cruz de Tenerife.

    Mit besten Grüßen
    Stefan Svec

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