Koh Rong Samloem: Kambodschas Island of Paradise

Koh Rong Samloem, Kambodschas eigene paradiesischen Insel, ist ein Traum für jeden der gerne einmal tropisches Beach-Feeling tanken, aber trotzdem nicht komplett von der Außenwelt abgeschirmt sein möchte.

Es sind nicht einmal 200 Kilometer Luftlinie bis zum bekannten Strand-Nachbarn Thailand. Jährlich zieht es Millionen von Urlaubern auf seine malerischen Strände, aber auch diese Popularität hat seine Folgen: ein unberührtes Plätzchen zu finden ist mittlerweile fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Doch im Golf von Thailand gibt es noch andere Inseln, denen es an Schönheit nicht fehlt und die noch nicht vom Massentourismus überrannt wurden. Eine davon ist Koh Rong Samloem.

Willkommen im Paradies

Nur 45 Minuten mit dem Speedboat vom Festland entfernt, liegen Koh Rong und Koh Rong Samloem. Während Koh Rong auch hierzulande schon eher den Ruf der Backpacker-Partyinsel hat, ist Koh Rong Samloem noch um einiges unberührter. Grund dafür sind die Pachtverträge, die hier – im Gegensatz zum großen Bruder nebenan – nur für kurze Zeit gelten. So bleiben große Hotel-Ketten fern und die Strände werden von kleinen Bungalow-Anlagen beherrscht.

Auf den Hängematten ist noch genügend Platz © Nisa Maier
Auf den Hängematten ist noch genügend Platz

Strand, Strand und nochmals Strand

Vier belebte Strände findet man auf Koh Rong Samloem: Saracan Bay, M’Pei Bay,  Lazy Beach und Sunset Beach.

Sracan Bay ist der Hauptstrand, auf dem sich nicht nur die meisten Resorts angesiedelt haben, sondern er dient auch als Hauptanlegepunkt für Boote aus Sihanoukville; ein davon am nördliches und am südliches Ende des Strandes. Von günstigen non-aircon-Bungalows, bis hin zu high-class Villas ist hier für jeden etwas dabei. Der Sand ist weiß wie Schnee und weich wie Seide, das Meer strahlt in allen Schattierungen von Türkis bis Blau mit herrlichen 27 Grad Wassertemperatur und die Vegetation ist noch so wie vor hunderten Jahren. Was will man mehr?! Leider gibt es aber auch hier Leute, die den Wert eines solchen Paradieses nicht ganz so zu schätzen wissen. Immer wieder gibt es Abschnitte, wo auch Müll zu finden ist. Hier sind die Hotelmanager gefragt, denn das Personal der Resorts (sollte) täglich den jeweiligen Strandabschnitt reinigen. Unter anderem deswegen entschieden uns für das Sol Beach Resort. Allerdings so richtig überzeugt haben uns die Bungalows mit Glasfront, die einem schon beim Aufstehen einen atemberaubenden Ausblick bieten. Die Auswahl des Essens (speziell, wenn man Vegetarier ist) lässt zwar ein wenig zu wünschen übrig (und es ist noch dazu extrem überteuert), aber die umliegenden Resorts bieten hierfür eine super Alternative.

Tipp: Unterhalb des südlichen Steges von Saracan Bay sollte man nicht unbedingt ein Resort buchen. Hier türmt sich leider der Müll der tagtäglich vom Meer angeschwemmt wird und die Hotelmanager legen ganz offensichtlich wenig Wert darauf den Strand sauber zu halten.

Sol Beach Resort © Nisa Maier
Sol Beach Resort

Der zweite Strand, M’Pei Bay, liegt im Norden der Insel. Auch hier gibt es kleinere Resorts und einen Anlegeplatz für Boote. Noch dazu findet sich an diesem Ort eines der zwei Fischerdörfern der Insel wieder. M’Pei Bay ist der zweitgrößte Strand der Insel, trotzdem klein aber fein. Von Saracan Bay kann man hierher hiken – es dauert an die 5 Stunden hin-und-retour, aber am besten erreicht man die Bucht per Boot.

Sunset Bay ist der dritte im Bunde und der einzige den wir nicht besucht haben. So wie auch Lazy Beach ist die westliche Seite der Insel um einiges entspannter mit gerade einmal drei Backpacker Resorts und einem Tauchshop.

Last but not least: Lazy Beach. Unser persönliches Highlight der Insel. Mit nur einem einzigen, sehr simplen Resort, strömen keine Massen hier her. Noch dazu muss man von Saracan Bay ca. 20 Minuten durch den Dschungel gehen, was den Andrang nochmals eingrenzt. Wenn man den Weg allerdings auf sich nimmt, wird man nicht nur mit köstlichem Essen, sondern auch mit einem der wohl schönsten Sonnenuntergänge ever belohnt.

Nachdem man sich den Weg durch den Dschungel gebahnt hat ... © Nisa Maier
Nachdem man sich den Weg durch den Dschungel gebahnt hat …
... erwartet einen dieser traumhafte, fast menschenleere Strand ... © Nisa Maier
… erwartet einen dieser traumhafte, fast menschenleere Strand …
... und einer der wohl schönsten Sonnenuntergänge ever © Nisa Maier
… und einer der wohl schönsten Sonnenuntergänge ever

Fazit unserer Woche auf Koh Rong Samloem

Auf Koh Rong Samloem kann man einen unvergesslichen (Bade-)Urlaub verbringen. Aufgrund der nicht vorhanden Straßen und der kleingehaltenen Resorts ist die Insel noch ein recht unbekannter Fleck und hat noch den selben Charme wie viele Inseln in Thailand vor zwei Jahrzehnten. Wer hier war, wird bestimmt davon berichten. Und so wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges tun. Aber wir hoffen wirklich, dass nicht auch Koh Rong Samloem dem Massentourismus zum Opfer fällt, sondern das pristine little island bleibt.

Ein paar Tipps, wenn ihr nach Koh Rong Samloem kommt:

  • Plant für die Überfahrt mehr Zeit ein, denn je nachdem wann und mit welcher Company ihr fahrt, geht’s vorher (oder nachher) noch nach Koh Rong um weitere Leute einzusammeln, bzw. aussteigen zu lassen. Beim Serendipity Beach Pier in Sihanoukville starten die Boote und hier kriegt ihr auch die besten Infos, welches Boot wann zu welchem Strand fährt.
  • Es gibt keine Bank und daher auch keine Geldautomaten, schaut also, dass ihr wirklich genug Bargeld dabeihabt. Die Preise sind um einiges teurer, da alles Essbare vom Festland geliefert werden muss. Rechnet mindestens mit dem doppelten bzw. mit europäischen Niveau.
  • Bringt genügend Insektenspray und eine Taschenlampe für die nächtlichen Spaziergänge entlang des Strandes, z.B. Lazy Beach.
Bis bald auf Koh Rong Samloem © Nisa Maier
Bis bald auf Koh Rong Samloem

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