Sansibar – Die tropische Perle vor Afrikas Küste

Nach ihrer Mithilfe in einem Waisenheim in Tansania, entspannte Bloggerin Carina von Modelirium anschließend noch auf Sansibar. Die afrikanische Insel bietet nicht nur köstliches Essen und freundliche Einwohner, sondern auch traumhafte Strände.

Nachdem ich nun neun Wochen lang in einem Waisenheim im Landesinneren Tansanias verbracht habe, im Zuge dessen ich die herzallerliebsten Kinder kennen und lieben lernen durfte, mache ich mich schweren Herzens auf den Weg in die Hauptstadt Dar Es Salaam. Bevor in zehn Tagen mein Flug zurück nach Österreich geht, möchte ich mir noch eine kleine Auszeit auf Sansibar gönnen um das Erlebte zu verarbeiten. Obwohl ich meine Sprösslinge aus dem Waisenheim bereits nach wenigen Stunden vermisse, freue ich mich unheimlich auf die bevorstehende Zeit.

Carina mit ihren Sprösslingen © Carina Dieringer

Waisenhaus in Tansania © Carina Dieringer

Dar Es Salaam – Die Hauptstadt Tansanias

Zuerst verbringe ich jedoch noch einen Tag in Dar Es Salaam. Ich habe schon irrsinnig viel von der Welt gesehen, doch in einer vergleichsweisen Stadt war ich noch nie zuvor: Laute, quirlige Menschenmassen wohin das Auge reicht, an den Straßenecken werden Früchte, Maiskolben und Wasser in Plastiksäckchen verkauft und auf den Straßen wimmelt es nur so vor Tuktuks (dreirädrige Gefährte). Kinder fassen meine Haut an, weil ich weiß bin und starren ungläubig auf ihre Hände. Es ist irrsinnig heiß, die Luftfeuchtigkeit beträgt weit über 80 Prozent, ich bin erschöpft und gleichzeitig voller Adrenalin, weil es so aufregend ist, ganz alleine in eine komplett andere Welt einzutauchen. Ich gehe zum Fischmarkt, erstehe am Weg dorthin ein paar Kangas (bunte Tücher die als Kopfschmuck, Rock oder Tragetuch von Frauen dienen) als Souvenir und besorge mir mein Fähren-Ticket ins Paradies. Alternativ kann man übrigens auch mit dem Flugzeug zwischen Sansibar und Dar Es Salaam verkehren.

Sonnenuntergang © Carina Dieringer

Strand, Sansibar © Carina Dieringer

Mahlzeit © Carina Dieringer

Sansibars Traumstrände

Am nächsten Morgen mache ich mich auf zur Fähre und sobald ich sie betrete, setzt ein Zustand tiefer Ruhe und Entspannung ein, wie ich es seit Wochen nicht verspürt habe. Möwen tanzen im Rhythmus der leichten Meeresbrise und ich beobachte auf den Wellen reitende Fischerboote, die, so wie es scheint, jeden Augenblick zu kentern drohen. 90 Minuten später legt die Fähre in Stone Town, der Hauptstadt Sansibars, an. Von hier aus nehme ich ein Taxi zu meinem Hotel, wo ich die nächsten Tage die Seele baumeln lasse und süßes Nichtstun vom Feinsten praktiziere. Da ich während meines Aufenthalts im Waisenheim weder Strom, noch Trinkwasser hatte, kommt mir Sansibar, entgegen den Meinungen im Reiseführer, wie der reinste Luxus vor. Auch das Essen ist im Vergleich zum Waisenheim, wo wir uns hauptsächlich von Ugali, einem Brei aus Maismehl, ernährten, ein Traum. Frische Meeresfrüchte und vorzüglich schmeckende Fische werden zu moderaten Preisen in jedem Restaurant angeboten – paradiesisch für Feinschmecker wie mich.

Palmen, Sansibar © Carina Dieringer

Strand, Sansibar © Carina Dieringer

Ich erkunde die umliegenden Strände und lasse mich von den jungen einheimischen Burschen mit Kokosnüssen verwöhnen. Sie klettern tatsächlich vor meinen Augen auf Palmen in schwindelerregende Höhen, um mir zu imponieren. Generell begegne ich viel mehr einheimischen Menschen als Touristen. März ist offensichtlich nicht die Hauptsaison Sansibars. Anscheinend beginnt jetzt im März die Regenzeit, doch abgesehen von einem kurzen Wolkenbruch, bemerke ich davon nichts. Am Strand verkaufen Massais Schmuck. Sie begrüßen mich mit einem netten Jambo oder Karibu, was „Hallo“, beziehungsweise „Willkommen“ bedeutet und sagen ununterbrochen Hakuna Matata, was uns allen von König der Löwen ein Begriff ist.

Eine frische Kokosnuss, der ideale Durstlöscher © Carina Dieringer

Sansibar © Carina Dieringer

Strand auf Sansibar © Carina Dieringer

Palmenstrand, Sansibar © Carina Dieringer

Eines Tages entdecke ich in einem kleinen Wald direkt am Meer dutzende, kleine Äffchen. Einer lässt sich sogar streicheln, ich bin entzückt und habe doch ein wenig Ehrfurcht vor den schnellen Tierchen. Sollte man nicht per Zufall auf Affen stoßen, dann eignet sich übrigens der Jozani Nationalpark gut, um Bekanntschaft mit unseren Verwandten zu machen.

Affen auf Sansibar © Carina Dieringer

Das Meer ist glasklar, nur dann und wann liegt ein wenig Seegras herum, was mich aber keineswegs stört. Die Wassertemperatur beträgt knappe 30 Grad und ist absolut keine Abkühlung mehr. Doch ich mag das und genieße es eine unverschämt knackige Bräune zu erlangen, während ich stundenlang auf meiner Luftmatratze herumtreibe. Ich beobachte vom Strand aus Fischerboote und begebe mich auf die Suche nach Muscheln, wobei ich sofort fündig werde.

Muschelnsammeln am Strand © Carina Dieringer

Strand, Sansibar © Carina Dieringer

Blick vom Pool auf das Meer © Carina Dieringer

Strand, Sansibar © Carina Dieringer

Stone Town

Einen Tag verbringe ich in der traumhaften Altstadt Stone Town. Das Städtchen ist ein wahres Labyrinth wie sich herausstellt – die vielen kleinen Gassen sind zum Verwechseln ähnlich. Doch hinter jeder verbirgt sich etwas Neues was von mir entdeckt werden will. Ich fühle mich auf Anhieb wohl, schlendere durch die Gassen und kaufe für meine Freunde und Verwandte Bananenchips, Gewürze, Ölgemälde und Holzfiguren als Souvenir. Im Zuge dessen kommt ein bisher unentdecktes Talent zum Vorschein: Ich feilsche mit den Verkäufern um die Preise, was mir irrsinnig viel Spaß bereitet. Beim Darajani Markt kaufe ich Früchte, von denen ich noch nie zuvor gehört habe und beobachte die Menschenmassen bei ihren Treiben. Am Abend besuche ich bei Vollmond den Nachtmarkt im Forodhani Garden. Hier werden frisch zubereitete Fisch- und Garnelenspieße, Pizzen, Zuckerrübensaft und vieles mehr angeboten und ich muss natürlich alles probieren, bevor es wieder zurück in mein Hotel geht.

Stonetown © Carina Dieringer

Gutes Essen soweit das Auge reicht © Carina Dieringer

Markt, Stonetown, Sansibar © Carina Dieringer

Nachtmarkt im Forodhani Garden © Carina Dieringer

Straßenkunst in Stonetown, Sansibar © Carina Dieringer

Stonetown, Sansibar © Carina Dieringer

Die nächsten Tage vergehen wie im Flug. In meinem Hotel werden viele Tagesausflüge angeboten, wie beispielsweise ein Ausflug zu einer kleinen Sandbank inmitten des Indischen Ozeans, wo ich beim Schnorcheln die buntesten Fische sehe.

Leider finde ich keine Zeit mehr für Prison Island, einer ursprünglich als Gefängnis erbauten Insel, auf der heute Riesenschildkröten leben. Doch ich bin mir ohnehin sicher, dass es nicht mein einziger Besuch auf Sansibar war, denn Afrika und insbesondere Tansania hat mich in seinen Bann gezogen.


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