Budapest an einem Wochenende

Die ungarische Hauptstadt ist immer einen Kurzurlaub wert. Was man an einem Wochenende in Budapest alles unternehmen kann, erzählt euch Bloggerin Christine.

Das Schöne liegt so nah. Nur circa drei Stunden von Wien entfernt befindet sich die ungarische Hauptstadt Budapest, die Wien in vielem gleicht und doch ganz anders ist. Das ideale Ziel für einen Wochenendtrip!

Budapest hat einiges zu bieten: Ein tolle und eindrucksvolle Altstadt, gute Restaurants, klassische Kaffeehäuser, interessante Museen, abwechslungsreiche Freizeitangebote und herrliche Süßspeisen. Das Angebot ist schier unendlich. Wie ihr trotzdem innerhalb eines Wochenendes so viel wie möglich sehen und erleben könnt, verrate ich euch in meinen Tipps für ein perfektes Wochenende in Budapest.

Hoch hinaus – Burgberg und Gellértberg

Um sich einen ersten Überblick über die Stadt an der Donau zu verschaffen, bietet sich ein Ausflug auf den Budaer Burgberg an. Hier hat man nicht nur einen tollen Blick auf die Stadt sondern auch auf das weltberühmte Parlament direkt am Ufer der Donau. Der Berg bietet aber noch mehr. Das auf ihm befindliche Burgviertel mit dem imposanten Burgschloss, der ungarischen Nationalgalerie, der Matthiaskirche sowie der Fischerbastei bildet eines der Sightseeing-Highlights Budapests. Hier kann man gemütlich durch die Gassen flanieren, einen Kaffee trinken und in die Geschichte Ungarns eintauchen.

Freiheitsstatue am Gellertberg und das Burgviertel © Christine Gruber

Historisches Museum © Christine Gruber

Nationalmuseum © Christine Gruber

Martthiaskirche und die Nationalgalerie © Christine Gruber

Ein tolles Panorama bietet außerdem der Gellértberg, der ebenfalls auf der Budaer Seite der Donau liegt. Hier warten die 1947 aufgestellte Freiheitsstatue sowie die Zitadelle auf die Reisenden. Wieder unten angekommen überquert man die Donau am Besten zu Fuß über eine der imposanten Brücken um nach Pest, der anderen Uferseite Budapests, zu gelangen.

Blick vom Gellertberg auf Budapest © Christine Gruber

Kultur in Budapests Altstadt

Die Budapester Altstadt wartet mit zahlreichen historischen Gebäuden und Museen auf, die einen ins Staunen bringen. Allen voran natürlich das weltberühmte Parlament direkt am Ufer der Donau. Das Gebäude im neugotischen Stil, das dem britischen Parlament in London nachempfunden wurde, kann auch besichtigt werden. Hier sollte man allerdings bedenken, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann und eine Besichtigung nicht jeden Tag möglich ist.

Parlament © Christine Gruber

Weitere Highlights im Zentrum von Budapest sind die St.-Stephans-Basilika, die Staatsoper oder die Akademie der Wissenschaften. Entlang der Andrássy út, einer 2,5 Kilometer langen Allee, die das Pester Stadtzentrum mit dem Heldenplatz verbindet, finden sich zudem weitere historische Bauten. Am Heldenplatz angekommen bleibt einem erstmal kurz der Atem weg. Nicht wegen des langen Spaziergangs sondern wegen der Ausstrahlung dieses Platzes. Das Milleniums- und Heldendenkmal gepaart mit den beiden halbkreisförmigen Säulengängen sind ein wahrer Hingucker!

Heldenplatz © Christine Gruber

Hinter dem Heldenplatz befindet sich das sogenannte Stadtwäldchen. Hier befinden sich der Zoo, die märchenhafte Vajdahunyad-Burg sowie das bekannte Széchenyi-Heilbad. Auch der nostalgische Jahrmarkt Vidámpark mit seinem denkmalgeschützten Pferdekarussell oder der hölzernen Achterbahn finden sich hier.

Shoppen in der ungarischen Hauptstadt

Natürlich kann man in Budapest auch ausgiebig shoppen. Um dies zu tun eignet sich am Besten die Váci utca, die beliebteste Einkaufsstraße der Stadt. Hier warten allen voran natürlich die gängigen Modeketten, in den Seitengassen finden sich aber auch zahlreiche kleine Shops, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Am Ende der Váci utca findet sich die Große Markthalle, die mit ihren vielen Ständen, an denen von Obst über Gemüse und Fleisch alles verkauft wird, ebenfalls einen Besuch wert ist.

Die Große Markthalle in Budapest / Shutterstock.com

Energie tanken – Kaffeehäuser und Süßspeisen

Natürlich muss man sich zwischen dem ganzen Sightseeing auch die eine oder andere Pause gönnen. Dazu eignet sich am Besten eines der traditionellen Kaffeehäuser, die jenen in Wien sehr ähneln. Das wohl berühmteste ist das Café Centrál in der Károlyi Mihály utca. Mit seinem hohen Saal und den hohen Fenstern fühlt man sich hier in alte Zeiten zurückversetzt. Aber auch das Café Gerbeaud sowie das New York Café sind wahre Hingucker, denen man einen Besuch abstatten sollte.

New York Café / newyorkcafe.hu

Auch in kulinarischer Hinsicht hat die ungarische Hauptstadt einiges zu bieten. Neben dem allseits bekannten Gulasch sowie gefüllten Paprika oder Krautrouladen verdienen vor allem auch die Süßspeisen Erwähnung. Zum einen ist da die sogenannte Gundel-Palatschinke, eine Palatschinke mit Rum-Nuss-Rosinen-Fülle in Schokoladen-Rum-Sauce – ein Traum! Zum anderen die an allen Ecken befindlichen Stände mit Kürtőskalács, die Baumstriezel aus Hefeteig, die über einer offenen Feuerstelle gebacken werden. Sowohl Fans von Hausmannskost als auch Naschkatzen kommen in Budapest also voll auf ihre Kosten!

Budapest vom Schiff aus erkunden

Ihr wollt zum Abschluss eures Trips nochmal das historische Flair Budapest einatmen und alle beeindruckenden Gebäude ein letztes Mal zusammen betrachten? Dann ist eine Schifffahrt auf der Donau genau das Richtige! Gemütlich an Deck sitzend geht es von der Anlegestelle in der Nähe der Elisabethbrücke unter Ketten- und Margaretenbrücke hindurch und hinauf in Richtung Parlament. Vom Schiff aus kann man das imposante Bauwerk in all seiner Pracht bestaunen und fotografieren. Auch auf den Burgberg mitsamt der Nationalgalerie hat man von der Donau aus einen schönen Blick. Die gemütliche Fahrt geht bis zur Margareteninsel, der grünen Lagune der ungarischen Hauptstadt. Hier sorgen Bäder, Sportanlagen und grüne Parks für Ruhe und Erholung. Nach einer Umrundung der Insel geht es auch schon wieder zurück in Richtung Anlegestelle.

Elisabethbrücke © Christine Gruber

Kettenbrücke © Christine Gruber

Margaretenbrücke © Christine Gruber

Dann heißt es leider auch schon wieder „Viszontlátás Budapest!“ (Auf Wiedersehen Budapest).


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