Eine Rundreise durch das karibische Kuba

Kuba ist mehr als reiner Strandurlaub. Komme mit auf eine Rundreise durch das beliebte Reiseziel in der Karibik.

Nachdem die Reisebeschränkungen für Amerikaner in Kuba unlängst gelockert wurden, beschloss ich, meinen diesjährigen Urlaub in der Karibik zu verbringen, um zumindest noch ein bisschen was vom Ursprung miterleben zu dürfen. Und es war eine gute Entscheidung: Die knappen vier Wochen, die ich auf Kuba verbrachte, waren unglaublich aufregend. Ich entschied mich, die Insel ohne Stress und Hektik zu erkunden und buchte abgesehen von den ersten drei Nächten in Havanna weder Unterkünfte, noch die genaue Route, was ich jedem wärmstens empfehlen kann.

1. Havanna

Meine Rundreise begann in Havanna, wo ich anfangs ein klein wenig überfordert war. Das lag zum einen daran, dass das kubanische Spanisch für mich ziemlich schwer zu verstehen war und die meisten Einheimischen kaum Englisch sprechen. Zum anderen war ich im Juli dort und es hatte gefühlt 45 Grad Celsius, doch am Nachmittag regnete es meistens für eine Stunde, was eine willkommene Abwechslung war. An beides gewöhnte ich mich innerhalb kurzer Zeit und ich genoss das karibische Flair in vollen Zügen. Ich schlürfte jeden Tag Cocktails, düste mit Oldtimern durch die Stadt, flanierte durch Habana Vieja und an der Promenade entlang und aß himmlische Meeresfrüchte. Meine Restaurantempfehlungen: Bohemia Cafe, Papa Ernesto und O’Reillys.

2. Viñales

Viñales ist ein kleines Dörfchen, das mir besonders gut gefallen hat. Ein buntes Haus reiht sich am nächsten, überall waren Pferde und Rum trinkende Menschen – genau so stellte ich mir Kuba vor. Einmal machte ich an einer geführten Tour auf Pferden mit, wo wir eine Tabak- und eine Kaffeefarm besuchten und an einem anderen Tag fuhr ich mit einem Oldtimertaxi zum Strand Cayo Jutias. Hotels gibt es übrigens fast nur in den touristischen Hochburgen wie Varadero oder Cayo Largo. Dafür gibt es in Kuba unzählige private Unterkünfte, den sogenannten Casa Particulares. Diese bieten eine gute Möglichkeit, mit Einheimischen in Kontakt zu treten und einen Einblick in ihre Welt zu erhaschen. Pro Nacht und Zimmer zahlt man in einem Casa umgerechnet etwa 20 Euro, Frühstück ist oft inkludiert.

3. Trinidad

Mein nächstes Ziel war Trinidad, eine ehemalige Kolonialstadt. Das Zentrum ist mit Kopfsteinpflaster bedeckt, die einstöckigen Häuser haben Gitter vor den Fenstern und im Stadtinneren gibt es fast nur Fußgängerzonen. Der Parque José Marti ist vor allem abends der Mittelpunkt der Stadt. Hier treffen sich Einheimische zum Tanzen. Eine tolle Aussicht auf die ganze Stadt hat man vom Museo de Historia Municipal. Die unzähligen Terrassen mit Livemusik laden nachts zum Verweilen ein. Einen Tag habe ich am nahe gelegenen Strand Playa Ancon verbracht und einmal habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen, um zum Wasserfall El Cubano zu gelangen. In Trinidad gibt es den berühmten Cocktail La Canchanchara, den man sich nicht entgehen lassen darf.

4. Santiago de Cuba

Weiter verschlug es mich in die zweitgrößte Stadt Kubas, nämlich nach Santiago de Cuba. Je weiter ich in den Osten der Insel kam, desto weniger Touristen waren unterwegs. Santiago de Cuba ist irrsinnig pulsierend und unter anderem wegen des Karnevals berühmt. Leider war ich ein paar Tage zu spät dran, um das Fest mitzuerleben. Dafür erkundete ich die Innenstadt und war auf einem Markt. In Kuba gibt es übrigens nicht nur Busse (Viazul), die dich von A nah B bringen, sondern auch private Kollektivtaxis, die sogenannten Taxi Collectivos. Ich persönlich bevorzugte den Bus, obwohl man mit den Taxifahrern meistens verhandeln konnte und somit preislich günstiger ausstieg. Allerdings wurde unser Gepäck meistens am Autodach befestigt und weil es hin und wieder regnete, wurde alles klatschnass. Ich fand die Busse bequemer, obwohl diese immer auf etwa 15 Grad Celsius runtergekühl waren. Also unbedingt warm anziehen!

5. Baracoa

Baracoa wurde 2016 von einem Hurrikan heimgesucht und steckte, als ich dort war, immer noch Mitten in den Aufbauarbeiten. Da das Dorf bis in den 70er Jahren von der Außenwelt ziemlich abgeschnitten war, ist die kulturelle und kulinarische Mischung anders als im restlichen Kuba. Es wurde mit Kakao und Kokosmilch gekocht, obendrein gab es sogar eine Schokoladenfabrik. Die Naturlandschaft war wunderschön und so machte ich ein paar Ausflüge in der Umgebung, zum Beispiel in den Dschungel des Nationalparks Parque Nacional Alejandro de Humboldt. Außerdem gibt es in der Nähe von Baracoa ein paar traumhafte Strände und so kam es dazu, dass ich fast eine ganze Woche dort verbracht habe und bis heute von dem kleinen paradiesischen Dörfchen schwärme.

6. Varadero

Last but not least fuhr ich auf die Halbinsel Varadero, die touristische Hotspot der Insel. Doch im Grunde kein Wunder, denn der Strand hier war wie aus dem Bilderbuch und wunderbar, um Faulenzen auf höchstem Niveau zu praktizieren und seine Batterien aufzuladen. Varadero war der ideale Abschluss meiner Kuba Rundreise und generell war Kuba der perfekte Mix aus Abenteuer und Entspannung.

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